Hilfe & Anleitung

So funktioniert GS DGR (Beta) — Schritt für Schritt mit Bildern erklärt.

Inhalt
  1. Überblick: die zwei Bereiche der App
  2. UN-Nummern-Suche
  3. Verpackungsanweisung direkt in der Suche ansehen
  4. DGD erstellen — Schritt 1: AWB & Adressen
  5. Schritt 2: Ausbildungsbescheinigung
  6. Schritt 3: Gefahrgut-Einträge anlegen
  7. Schritt 4: Vorschau & Export
  8. Versandstück-Etiketten (10×12 & A4)
  9. Häufige Fragen
  10. Support-Chat

Überblick

Zwei Bereiche, ein Ziel: eine korrekte Gefahrgut-Erklärung (Shipper's Declaration for Dangerous Goods, kurz DGD).

GS DGR (Beta) hat zwei Hauptbereiche, zwischen denen Sie oben über die zwei runden Buttons wechseln können:

DGD erstellen — der Assistent, mit dem Sie Schritt für Schritt eine vollständige, druckfertige Gefahrgut-Erklärung zusammenstellen (AWB, Adressen, Gefahrgut-Positionen, PDF-Export).
UN-Suche — schnelles Nachschlagen einzelner UN-Nummern (Klasse, Verpackungsgruppe, erlaubte Verpackungsanweisungen, Sonderbestimmungen), ohne gleich eine ganze DGD anzulegen.

Die folgenden Abschnitte gehen beide Bereiche der Reihe nach durch.

UN-Nummern-Suche

Schnell nachschlagen, was für eine UN-Nummer erlaubt ist — ganz ohne DGD-Assistent.

Geben Sie oben im Suchfeld eine UN-/ID-Nummer ein (z. B. 1950) und klicken Sie auf Suchen. Gibt es zu dieser Nummer mehrere Varianten (z. B. verschiedene Aerosol-Typen), erscheint zunächst eine Liste zur Auswahl.

Trefferliste der UN-Suche mit mehreren Varianten für UN 1950
Mehrere Treffer für dieselbe UN-Nummer — auf eine Zeile klicken, um die Details zu sehen.

Die Detailansicht zeigt Klasse, Verpackungsgruppe, Gefahrzettel und — besonders wichtig — die drei Transportvorschriften für Y-Verpackung, Passagierflugzeug (PAX) und Nur-Frachtflugzeug (CAO) inklusive der jeweils erlaubten Verpackungsanweisung (PI) und Höchstmenge.

Detailansicht einer UN-Nummer mit Transportvorschriften
UN 1104 „Amyl acetates": Klasse 3, PG III, PAX erlaubt mit PI 355 bis max. 60 L.

Verpackungsanweisung direkt ansehen

Ist zu einer Verpackungsanweisung (PI) mehr hinterlegt, ist die ganze Kachel anklickbar.

Wenn für eine der drei Transportvorschriften (Y / PAX / CAO) Details zu erlaubten Verpackungen hinterlegt sind, erkennen Sie das an einem kleinen Pfeil rechts in der Kachel. Klicken Sie irgendwo in die Kachel — es öffnet sich ein Fenster mit drei Reitern: Einzelverpackung, Zusammengesetzte Verpackung und Innenpackstücke. Das ist eine reine Übersicht zum Nachschlagen; ausgewählt wird hier nichts.

Modal mit erlaubten Verpackungsarten laut Verpackungsanweisung PI 355
Fenster „Passagierflugzeug – PI 355": alle laut dieser Verpackungsanweisung erlaubten Einzelverpackungen.
Gibt es zu einer Kachel keine Details (kein Pfeil sichtbar), ist einfach nichts Weiteres hinterlegt — die Kachel bleibt dann normal, ohne Klickfunktion.

DGD erstellen — Schritt 1: AWB & Adressen

Air Waybill, House AWB und die Adressen von Versender und Empfänger.

AWB / Adressen 2 Ausbildungsbescheinigung 3 Gefahrgutdaten 4 Vorschau / Export

Wechseln Sie in den Bereich DGD erstellen — er startet automatisch bei Schritt 1. Oben rechts finden Sie den Button DGD laden, mit dem Sie eine zuvor exportierte DGD-Datei (JSON) komplett wieder einspielen können — inklusive Adressen, AWB-Nummer und aller Gefahrgut-Einträge.

Button „DGD laden" in Schritt 1, zum Wiedereinspielen einer als JSON gespeicherten DGD
Über „DGD laden" eine zuvor gespeicherte JSON-Datei wieder einspielen.

Tragen Sie die Air Waybill Nr. (Prefix + Seriennummer) ein. Falls es zusätzlich einen House AWB (HAWB) gibt, tragen Sie ihn optional daneben ein — er erscheint auf der fertigen DGD direkt hinter der AWB-Nummer (z. B. 180-12345678/HAWB: FRA-123456). Darunter füllen Sie die Adressen von Versender und Empfänger aus.

Schritt 1: AWB, House AWB und Adressen von Versender und Empfänger
Schritt 1 — AWB-Nr., optionales House AWB und die beiden Adressblöcke.
Pflichtfelder sind nicht optional — sie müssen ausgefüllt sein, sonst lässt sich die DGD später nicht als PDF exportieren.

Schritt 2: Ausbildungsbescheinigung

Flughäfen, Referenz, 24h-Notfallnummer und Ihre Unterschrift-Angaben.

Hier geben Sie Abgangs- und Zielflughafen an (optional, aber hilfreich), Ihre eigene Referenznummer, die verpflichtende 24h-Notfallnummer sowie Namen und Datum für die Unterschrift. Der gelb hinterlegte Hinweis bestätigt, dass Sie im Besitz einer gültigen Ausbildungsbescheinigung nach IATA DGR sind.

Schritt 2: Flughäfen, Referenz, Notfallnummer, Unterzeichner und Datum
Schritt 2 — Transportdetails und Ausbildungsbestätigung.

Schritt 3: Gefahrgut-Einträge anlegen

Der Kern der DGD: jede Gefahrgut-Position mit UN-Nummer, Verpackung und Menge.

Zu Beginn ist die Liste leer. Klicken Sie auf Eintrag hinzufügen, um die erste Gefahrgut-Position zu erfassen.

Schritt 3 ohne Einträge, Button 'Eintrag hinzufügen'
Schritt 3 vor dem ersten Eintrag.

UN-Nummer suchen

Im Modal „Neuer Gefahrgut-Eintrag" geben Sie die UN-Nummer oder einen Teil der Bezeichnung ein und klicken Sie auf Suchen. Aus der Trefferliste wählen Sie den passenden Eintrag — Klasse, PSN und Verpackungsgruppe werden automatisch übernommen.

Eintrag anlegen: UN-Nummer suchen
UN-Nummer eingeben und suchen.

Verpackungsanweisung wählen

Ist die UN-Nummer gefunden, sehen Sie die verfügbaren Verpackungsanweisungen als Kacheln (Y-Verpackung, PAX, CAO) — jeweils mit Nummer und maximal erlaubter Menge. Ein Klick legt fest, nach welcher Vorschrift die Sendung gepackt wird.

Auswahl der Verpackungsanweisung: PAX, Y-LQ oder CAO
UN 1104 „Amyl acetates" — PAX-Passagier (PI 355) ausgewählt.

Menge, Verpackungsart & Verpackungsform

Jetzt tragen Sie Anzahl der Packstücke, Menge je Packstück und Einheit ein. Bei der Verpackungsart: Ist zur gewählten Verpackungsanweisung eine Liste erlaubter Verpackungen hinterlegt, öffnet ein Klick auf das Feld ein Auswahl-Fenster mit vier Reitern statt einer einfachen Dropdown-Liste.

Menge, Einheit und Verpackungsart-Feld
Menge je Packstück und das Verpackungsart-Feld (hier noch nicht geöffnet).
Geöffnetes Auswahlfenster mit erlaubten Verpackungsarten
Geöffneter Verpackungsart-Picker: Einzelverpackung, Zusammengesetzte Verpackung, Andere Verpackungsart oder Innenpackstücke.

Im Reiter Andere Verpackungsart können Sie eine erlaubte Verpackung eintragen, die nicht in der hinterlegten Liste steht: Text eingeben und mit OK bestätigen. Ein leeres Feld wird nicht übernommen.

Ganz unten legen Sie außerdem die Verpackungsform fest: ein normales Einzelpackstück, oder „All packed in one" (Sammelpack) — mehrere gleichartige Packstücke, die auf der DGD als eine Zeile zusammengefasst werden. Zusätzlich kann ein Eintrag als „In einem Overpack" markiert werden.

Bei einem Sammelpack zeigt der Verpackungsart-Picker nur noch die Reiter Zusammengesetzte Verpackung, Andere Verpackungsart und Innenpackstücke — Sammelpacks sind laut Definition immer zusammengesetzte Verpackungen, daher entfällt hier „Einzelverpackung".

Danach auf Übernehmen klicken — der Eintrag erscheint in der Übersichtstabelle. Über Eintrag hinzufügen lassen sich beliebig viele weitere Positionen ergänzen.

Schritt 3 mit einem fertigen Gefahrgut-Eintrag in der Tabelle
Der fertige Eintrag in der Übersicht — bearbeitbar und löschbar über die Symbole rechts.

Schritt 4: Vorschau & Export

Zusammenfassung, PDF-Download und Sicherung als JSON.

Der letzte Schritt fasst die Sendung zusammen (Anzahl Positionen, Sendungstyp PAX/CAO, AWB) und zeigt die Versandstücke inklusive Kennzeichnungs-Labels. Über die beiden Buttons oben laden Sie die fertige DGD als PDF herunter oder speichern den aktuellen Stand als JSON-Datei — praktisch, um später mit „DGD laden" (Schritt 1) genau hier weiterzumachen.

Schritt 4: Zusammenfassung, PDF-Download, DGD speichern, Versandstücke
Schritt 4 — Zusammenfassung und Export-Buttons.

Ein Klick auf DGD als PDF herunterladen öffnet das fertige Dokument als PDF in einem neuen Browser-Tab — im offiziellen IATA-Layout der „Shipper's Declaration for Dangerous Goods":

Fertiges DGD-PDF-Dokument im offiziellen IATA-Layout, geöffnet im PDF-Viewer des Browsers
Die fertige Shipper's Declaration als PDF — bereit zum Ausdrucken und Unterschreiben.

Versandstück-Etiketten (10×12 & DIN A4)

Neben der DGD selbst erzeugt die App auch die dazugehörigen Kennzeichnungs-Etiketten für jedes Versandstück.

In Schritt 4 (Vorschau / Export) finden Sie unter der DGD-Zusammenfassung den Abschnitt Versandstücke & Kennzeichnung. Für jedes Versandstück — ob Einzelstück, Sammelpack oder Overpack — listet die Tabelle den Inhalt (UN-Nummer, Bezeichnung, Nettomenge je Innenpackstück) sowie die Gesamt-Nettomenge auf. Rechts können Sie je Versandstück direkt ein passendes Etikett als PDF erzeugen.

Tabelle „Versandstücke & Kennzeichnung" in Schritt 4 mit Buttons für 10×12- und A4-Etiketten
Jedes Versandstück bekommt eine eigene Zeile mit Inhalt, Nettomenge und Etiketten-Buttons.

10×12-Format (Einzeletikett)

Der Button 10×12 erzeugt sofort ein fertiges PDF im klassischen Versandetiketten-Format 100×120 mm — ein Etikett pro Seite, mit Absender-/Empfängeradresse, UN-Nummer, Bezeichnung und Menge — und öffnet es direkt in einem neuen Browser-Tab, genau wie die DGD als PDF.

Fertiges Etiketten-PDF im Format 100×120 mm, geöffnet im PDF-Viewer des Browsers
Das erzeugte Etiketten-PDF im 10×12-Format — druckfertig für Klebeetiketten dieser Größe.

DIN-A4-Format (4 Etiketten je Blatt)

Der Button A4 erzeugt ebenso direkt ein PDF, ordnet darin aber alle Etiketten der Sendung zu viert auf einem DIN-A4-Blatt an (2×2-Raster, mehrere Blätter bei mehr als vier Versandstücken) — praktisch, wenn kein Etikettendrucker zur Hand ist und stattdessen auf normalem Druckerpapier ausgedruckt und zugeschnitten wird.

Fertiges Etiketten-PDF mit vier Versandstück-Etiketten im 2×2-Raster auf einem DIN-A4-Blatt
Das erzeugte Etiketten-PDF im DIN-A4-Format — vier Etiketten pro Blatt.
Beide Etiketten-PDFs werden serverseitig aus denselben Daten erzeugt wie die DGD selbst — Änderungen an Adressen oder Gefahrgut-Einträgen wirken sich also automatisch auch auf die Etiketten aus.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen „Sammelpack" und „Overpack"?
Ein Sammelpack ("All packed in one") fasst mehrere gleichartige Einzelpackstücke einer Position in einer DGD-Zeile zusammen. Ein Overpack ist eine zusätzliche äußere Umverpackung, in der mehrere (auch unterschiedliche) Packstücke gemeinsam transportiert werden — beides lässt sich in Schritt 3 beim Eintrag unabhängig voneinander aktivieren.
Warum sehe ich bei manchen Verpackungsanweisungen kein Auswahlfenster?
Das Auswahlfenster mit den Reitern erscheint nur, wenn zur jeweiligen Verpackungsanweisung (PI-Nummer) konkrete erlaubte Verpackungen hinterlegt sind. Ist das nicht der Fall, bleibt das Verpackungsart-Feld ein normales Auswahlfeld mit der allgemeinen Verpackungsarten-Liste.
Kann ich eine begonnene DGD später fortsetzen?
Ja — über DGD speichern in Schritt 4 sichern Sie den kompletten Stand als JSON-Datei. Mit DGD laden in Schritt 1 spielen Sie sie jederzeit wieder komplett ein, inklusive aller Adressen, der AWB-Nummer und aller Gefahrgut-Einträge.
Was bedeutet die Meldung „Radioaktiv – keine DGD" oder „Sonderregelung – nicht möglich"?
Für radioaktive Stoffe sowie UN-Nummern mit Verweis auf eine gesonderte Regelung außerhalb der Standard-Verpackungsanweisungen unterstützt diese Anwendung derzeit keine automatische DGD-Erstellung. Bitte wenden Sie sich in diesen Fällen an eine Fachstelle für Gefahrgut.
Ich finde eine UN-Nummer nicht in der Suche — was tun?
Prüfen Sie zuerst die Schreibweise (nur die Ziffern der UN-Nummer eingeben, ohne führende Nullen). Finden Sie sie weiterhin nicht, wenden Sie sich über den Support-Chat an Ihr Team — möglicherweise fehlt der Eintrag noch in der Referenzdatenbank.

Support-Chat

Weitere Fragen? Über den Button Support oben in der App öffnen Sie den Chat mit Ihrem Ansprechpartner — er ist während der gesamten Nutzung immer erreichbar, unabhängig davon, in welchem Schritt Sie sich gerade befinden.